Finsterwalde: Razzien wegen Brand in Bundeswehrfuhrpark 2009

Am 15.03.2012 kam es in Finsterwalde zu drei Hausdurchsuchungen. Die Personen werden beschuldigt, am 13.04.2009 in Dresden einen Brandanschlag auf den Bundeswehrfuhrpark begangen zu haben oder zumindest im Vorfeld an der Vorbereitung tätig geworden zu sein. Es handelt sich um ein Geschwisterpaar, welches in der linksradikalen Szene aktiv ist. Zwar nicht ebenfalls beschuldigt, aber dennoch betroffen von diesen repressiven Maßnahmen, sind deren Eltern, da aufgrund polizeilicher Einschätzungen eine enge familiere Bindung besteht.


Begründet werden die Hausdurchsuchungen damit, daß bei vorangegangenen Razzien im laufenden §129 Ermittlungsverfahren, Material gefunden worden sei, was die staatlichen Organe vermuten läßt, daß die betroffenen Personen mit der Brandstiftung Ostern 2009 zu tun haben. Gesucht wurde u.a. nach Autoglühlampen, einer schwarzen OBI-Ordnungskiste, Kurzzeitwecker, Lageplänen, Fotos, Brandsatzanleitungen, sowie entsprechende Vor- und Nachbereitungsaufzeichnungen. Beschlagnahmt wurden Handies, Speichermedien, Fotokamera, PC-Technik, benutzte Sprühschablonen, sowie diverse Flüssigkeiten und Substanzen usw..

Es lagen richterliche Beschlüsse zur DNA Abnahme vor, ebenfalls wurde die männliche Person einer ED Behandlung unterzogen. Die Abnahme der Speichelprobe wurde damit begründet, daß auf einem nicht gezündeten Brandsatz DNA Spuren sichergestellt worden seien.

Die Vorgehensweise während der Durchsuchung in der elterlichen Wohnung läßt Schlüsse darauf zu, daß es über längere Zeit Observierungen gab, da sie sehr zielgerichtet durchgeführt wurde. Auf Grund einiger Aussagen der durchsuchenden Bullen, liegt die Vermutung nahe, daß das BKA involviert war.

Es wurden seitens der Betroffenen weder Aussagen gemacht noch Unterschriften geleistet. Das wird weder morgen noch irgendwann passieren.

ANNA UND ARTHUR HALTEN DAS MAUL!!!

Rote Hilfe Dresden & Kampagne 129 ev

(Zuerst veröffentlicht auf linksunten.indymedia.org)